Licht-Test 2020: Mehr als jedes vierte Auto mit Mängeln unterwegs

Auch wenn der Einäugige unter den Blinden noch etwas sehen kann, ist es damit im Straßenverkehr nicht weit her und viel zu gefährlich. Nicht anders ist es mit Blendern und notgedrungenen Blinkmuffeln, die mit defekter oder falscheingestellter Lichtanlage mehr schlecht als recht durch den Herbst tuckern. Davon gibt’s leider nicht wenige. Mehr als jedes vierte Auto auf Deutschlands Straßen ist mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs. Dies ergab jetzt die Auswertung des Lichttest 2020.


Mangelhafte Beleuchtung ist kein Kavaliersdelikt und sollte in reglemäßigen Abständen in der Fachwerkstatt kontrolliert werden

Für besseren Durchblick. Seit 1956 können Autofahrer im Oktober die Gelegenheit nutzen, ihre Fahrzeugbeleuchtung in einer Fachwerkstatt kostenfrei überprüfen zu lassen. Knapp fünf Millionen Halter haben dieses Jahr beim Licht-Test 2020 davon Gebrauch gemacht. Mehr als 100.000 Kontrollberichte wurden nun ausgewertet. Demnach liegt die Mängelquote bei 28,7 Prozent. Erfreulich: Gegenüber dem Vorjahr (28,8 Prozent) ist der Anteil nahezu stabil geblieben. Dies hat jetzt die Statistik vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) ergeben.

 

Trotz der positiven Tendenz gibt es jedoch keine Entwarnung. Denn: Der Anteil der Blender, also der Fahrzeuge mit zu hoch eingestellten Scheinwerfern, ist auf 9,0 Prozent leicht gestiegen (2019: 8,5 Prozent). Damit blendet fast jeder zehnte den Gegenverkehr. Zu niedrig eingestellte Frontlichter sind mit 8,4 Prozent bemängelt worden (8,3 Prozent). Mit 19,8 Prozent stehen fehlerhafte Hauptscheinwerfer immer noch an erster Stelle der Mängelstatistik (20,3 Prozent). Bei 3,2 Prozent der geprüften Autos war ein Hauptscheinwerfer sogar komplett ausgefallen.

 

Hochgerechnet auf den Fahrzeugbestand von insgesamt 47 Millionen Pkw sind leider rund 1,5 Millionen Fahrzeuge als „Einäugige“ auf den Straßen unterwegs. Verschlechtert hat sich auch der Zustand der rückwärtigen Beleuchtung. Jeder zehnte hatte damit Probleme (7,9 Prozent). Doch nur wenn Brems- und Rücklichter funktionieren, haben nachfolgende Fahrer die Chance, rechtzeitig zu reagieren und so Unfälle zu vermeiden.

 

Ein erfreulicher Aspekt des Licht-Tests 2020: Es sind mehr als 100.000 Mängelberichte aus den Werkstätten eingegangen. Damit haben sich wieder deutlich mehr Betriebe die Mühe gemacht, die geprüften Fahrzeuge zu erfassen und so eine aussagekräftige Statistik zu ermöglichen. Trotz Einschränkungen und erhöhtem Aufwand durch die Corona-Pandemie bleibt der Licht-Test für Autofahrer und Werkstätten eine wichtige und beliebte Aktion für mehr Sicherheit auf allen Straßen.

 

Quelle und Foto: ZDK


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